Fragwürdige Inhaltsstoffe in Kosmetika

Veröffentlicht am 26. September 2020 um 17:49

Mineralöle:

  • ersetzen hochwertige Pflanzenöle
  • in der Regel gut verträglich, liefern der Haut aber keine Nährstoffe
  • dichten die Hautoberfläche ab
  • unter der hautfremden Schicht funktioniert die Haut nicht mehr richtig und kann nicht mit Nährstoffen versorgt werden
  • Keime und Bakterien vermehren sich unter der Mineralölschicht besonders gut
  • Akne und Mitesser entstehen
  • INCI-Erkennbarkeit: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline

 

Silikone:

  • aus Erdöl gewonnene Kunststoffe
  • ersetzen wie Mineralöle hochwertigere Öle in der Kosmetik
  • gut verträglich, jedoch völlig hautfremd
  • auf der Haut bildet sich ein Film, der die natürliche Regeneration der Haut massiv behindert
  • Pflegestoffe wie Vitamine können über silikonhaltige Cremes nicht in die Haut gelangen
  • INCI-Erkennbarkeit: Endung "-cone" oder "-xane" z.Bsp. Dimethicone, Methicone, Polysiloxane, Cyclomethicone

 

Parabene:

  • Salze und Esther der Parahydroxybenzoesäure, die eine antibakterielle Wirkung hat und für eine lange Haltbarkeit sorgt
  • werden als Konservierungsstoffe eingesetzt (auch in Lebensmitteln und Medikamenten)
  • sind dem weiblichen Sexualhormon Östrogen sehr ähnlich und stehen im Verdacht den Hormonhaushalt durcheinander zu bringen (bei Ratten wurde dies bereits bewiesen, entsprechende Langzeitstudien am Menschen fehlen)
  • die Langzeitwirkung von Parabenen ist noch nicht ausreichend erforscht - jeder der prinzipiell ein Risiko vereiden möchte, sollte darauf verzichten
  • INCI-Beispiele: Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben

 

PEGs (Polyethylen Glykol):

  • werden als Emulgator oder Tensid eingesetzt
  • werden aus Erdöl gewonnen
  • die Bohrung nach Erdöl hat verheerende Folgen für unser Klima und zerstört ganze Ökosysteme, jährlich gelangen dabei ca. 100000 Tonnen Erdöl in die Weltmeere
  • können die Haut anfälliger für Reizungen machen und Allergien auslösen, da das PEG die Haut durchlässiger machen kann
  • PEG-Derivate werden als krebserregend eingestuft, das liegt vor allem am Ausgangsstoff Ethylenoxid, der auch für Frostschutzmittel verwendet wird (Ethylenoxid gilt als potentiell erbgutschädigend)
  • INCI: erkennbar an "PEG" in Verbindung mit einer bestimmten Zahl oder einem "-eth" im Name (z. Bsp: Sodium Laureth Sulfat)