Mikrobiom - Das geheime Leben auf unserer Haut

Veröffentlicht am 26. September 2020 um 17:49

©stocksy/Lumina

Auf unserer Haut herrscht ein dichtes Gedränge von Pilzen, Viren und vor allem Bakterien. Klingt ekelig? Ist aber tatsächlich supernützlich.

Das Mikrobiom, das alle menschlichen Häute und Schleimhäute bedeckt, ist so einmalig wie der Fingerabdruck. Keines gleicht exakt dem eines anderen Menschen. Diese Einzigartigkeit verdanken wir unseren Genen. Aus welchen Mikroorganismen sich unser Mikrobiom zusammensetzt, daran wirken auch Hormone, das Alter, die Umgebung (Stadt oder Land) und das Klima mit. Wärme und Feuchtigkeit führen beispielsweise auch dazu, dass das Mikrobiom in der Leiste und unter den Achseln ein anderes ist als das auf unserer Gesichtshaut.

Doch was macht nun diese Riesenansammlung kleinster Organismen? Ihr Job lässt sich nämlich mit dem eines Türstehers vergleichen. Sie weisen schädliche Keime ab, einmal durch ihre bloße Anwesenheit (weil jeder Quadratmillimeter besetzt ist), aber auch dadurch, dass einige Bakterien Eiweiße herstellen, die Eindringlingen nicht schmecken.

Der wirkungsvolle Bodyguard ist das Mikrobiom allerdings nur, wenn es in seinem natürlichen Gleichgewicht ist. Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Mini-Bewohner (Schätzungen gehen davon aus, dass wir so viele Mikroorganismen mit uns tragen wie wir Zellen haben), sondern ihre Vielfalt.

Bei einer erkrankten Haut haben bestimmte Mikroorganismen die Oberhand gewonnen. Da ist zum Beispiel die Akne: Befeuert durch Hormone, arbeiten die Talgdrüsen auf Hochtouren und fördern so das Wachstum der Propionibakterien. Diese produzieren selbst Fettsäuren, die anderen Bakterienarten das Leben schwer machen. Schon bald ist das Aknebakterium der Platzhirsch. 

Doch wie ist das bei weitgehend gesunder Haut, die nur ab und zu mit Problemen zu kämpfen hat? Lässt sich auch ihre Flora gezielt stärken? Es gibt inzwischen auch in der Gesichtspflege Produkte mit Prä- oder Probiotika, die sich speziell um das Mikrobiom kümmern und unterstützend angewendet werden können.

Außerdem sollte man unterlassen, was das Mikrobiom schwächt. Dazu gehören einseitige, nährstoffarme Ernährung, negativer Stress und UV-Strahlen. Aber auch moderne Hygiene-Gewohnheiten sind nicht unbedingt Streicheleinheiten für das Mikrobiom. Jede Reinigung spült auch eine große Anzahl nützlicher Mikroorganismen ab. Nach einigen Stunden sind die Reihen zwar wieder geschlossen, aber je öfter sich das Mikrobiom regenerieren muss, desto anfälliger wird es für Störungen.

Gerne stelle ich Ihnen das von Lupin Microbio Serum vor - geeignet für jede Haut und therapiebegleitend bei Neigung zu Problemhaut mit Juckreiz, seborrhoischem Ekzem, Trockenheitsekzem, Neurodermitis, Psoriasis, Rosazea, perioraler Dermatitis, Pilzerkrankungen der Haut, Akne und Entzündungen.